Karies erkennen und heilen

Woran erkenne ich Karies?

Karies ist im Anfangsstadium durch weiße Entkalkungen (die nicht immer durch den Zahnarzt behandlungsbedürftig sind) oder durch dunkle Verfärbungen auf der Zahnoberfläche gekennzeichnet.

Defekte oder gebrochene Füllungen sind ebenso oft ein Zeichen für Karies. Solange die Karies noch auf den Zahnschmelz begrenzt ist, verspürt man meistens noch keine Schmerzen. Beim Voranschreiten der Karies aber können Beschwerden bei „süß“, „kalt“ oder auch „warm“ auftreten.

Sobald die Karies auf den Zahnnerv übergreift, kann der Zahn stark schmerzen, mit ausstrahlenden Beschwerden in Richtung Auge, Schläfe oder auch das Ohr. Entzündet sich darauf hin der Zahnnerv, kann es zu einer Infektion, zum Teil mit Eiterbildung im Knochen und den angrenzenden Weichteilen kommen. Hier spricht der Zahnarzt von einem Abszess und der bekannten „dicken Backe“.

In diesem Fall ist es äußerst wichtig, dass Sie sofort einen Notfall-Termin in unserer Zahnarztpraxis in Stuttgart-Feuerbach vereinbaren. Jedoch ist es immer ratsam, die Karies bereits im Anfangsstadium zu entfernen und nicht abzuwarten, bis eine derartige Größe erreicht ist.

Der Zahnarzt kann Karies erkennen

Wie erkennt der Zahnarzt Karies?

Es wird so früh wie möglich versucht, die Karies zu diagnostizieren und zu entfernen. Der Zahnarzt betrachtet Ihre Zähne mit Hilfe einer Lupenbrille äußerst genau, um eventuelle Kariesstellen zu entdecken.

Des Weiteren können die Backenzähne geröntgt werden (zwei kleine Zielaufnahmen von beiden Seiten der Kiefer), um so versteckte Karies in den sonst nicht einsehbaren Zahnzwischenräume aufspüren zu können.

Ebenfalls kann auch Karies unter Füllungen oder unter Kronenrändern erkannt werden. Je nach Karies-Risiko sollten diese Aufnahmen alle 1 bis 3 Jahre durchgeführt werden.

In unserer Praxis wird ausschließlich ein digitales Röntgensystem verwendet, welches eine Strahlenreduktion um 90% gegenüber den herkömmlichen Verfahren hat. Nur durch entsprechende Diagnostik kann Karies möglichst früh entdeckt werden und die Chancen auf einen Erhalt der Zähne deutlich vergrößert werden.

Kariesrisiko Speicheltest
Kariesrisiko Speicheltest
Kariesrisiko Plaque Test
Kariesrisiko Plaque Test
Kariesrisiko reduzieren
Das Kariesrisiko verringern

Das Karies-Risiko bestimmen

Das Risiko, Karies zu bekommen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt. Mit Hilfe von verschiedenen Testverfahren können wir das Risiko bestimmen. Dabei wird die Qualität und Menge Ihres Speichels gemessen:

  • Messung der Anzahl der Karies verursachenden Bakterien
  • Bestimmung des Säuregehalts des Speichels
  • Bestimmung des Plaque-Index
  • Bestimmung des Blutungs-Index
  • Ernährungskontrolle
  • Messung der Qualität und Menge des Speichels
  • Kontrolle eventueller Schwachstellen durch den Zahnarzt

Bakteriologische Analysen geben Aufschluss

Durch bakteriologische Analysen des Speichels wird dann die Anzahl der Karies verursachenden Bakterien und Lactobazillen pro Milliliter Speichel bestimmt und das Erkrankungsrisiko für Ihre Zähne und Zahnfleisch festgestellt.

Zusätzlich wird der Säuregehalt des Speichels (der ph-Wert) gemessen und diagnostisch ausgewertet. Der Mittelwert des Speichels, also sein ‚neutraler’ Wert liegt bei 6,4. Er verändert sich ständig und wird durch die Ernährung und Aktivität der Zahnplaque beeinflusst. Bei Übersäuerung (zum Beispiel beim Genuss von Süßigkeiten) steigt auch das Karies-Risiko, denn die natürliche, gesunde Schutzwirkung des Speichels wird reduziert.

Plaque-Index spielt wichtige Rolle

Karies tritt verstärkt dort auf, wo die Zahnreinigung erschwert ist. Das ist in den Fissuren und Grübchen der Kauflächen, zwischen den Zähnen sowie am Zahnfleischrand der Fall. Ihr persönliches Risiko wird mit Hilfe des sogenannten Plaque-Index bestimmt.

Durch das Einfärben der Zähne wird der Umfang und die Ausdehnung der Plaque gut sichtbar gemacht. So können wir im Rahmen der Zahnprophylaxe die Schwachstellen Ihrer häuslichen Putztechnik aufdecken und individuelle Hilfestellungen an Sie weitergeben.

Karies heilen

Nur mit den Ergebnissen des Speichel-Tests und Plaque-Indexes ist eine gezielte und wirkungsvolle Reduzierung Ihres persönlichen Karies-Risikos möglich.

Auf Grundlage der Testergebnisse erarbeiten wir für Sie Ihr persönliches Präventionskonzept und Fitnessprogramm für gesunde Zähne und Zahnfleisch. Wir dokumentieren dabei von Anfang an und in allen Stufen des individualprophylaktischen Programms Ihren Mundhygienezustand, um Ihr Karies-Risiko dauerhaft zu senken.

Karies feststellen

Was ist Karies?

Karies ist die häufigste Infektionskrankheit der Welt. Verursacht wird diese sogenannte „Zahnfäule“ durch saure Stoffwechselprodukte von speziellen Bakterien, die den Zahn angreifen und zerstören. Somit entstehen die "Löcher" in den Zähnen.

Forscher gehen davon aus, dass bei jedem Deutschen zwischen 35 und 44 Jahren statistisch gesehen 16 Zähne (das entspricht mehr als der Hälfte aller Zähne) entweder kariös, gefüllt oder bereits vom Zahnarzt entfernt wurden.

Wie entsteht Karies?

Um die Ursachen und das Entstehen der Karies besser zu verstehen, müssen wir einmal den Aufbau eines Zahnes näher betrachten:

Der Zahnschmelz ist die äußere Schicht des Zahnes und besteht aus vielen Mineralien, wie zum Beispiel Phosphor, Kalzium oder Magnesium. Der innere Teil des Zahnes wird vom Zahnbein - der Zahnarzt nennt es Dentin - ausgefüllt, welches wesentlich weicher und daher auch deutlich anfälliger gegenüber den Bakterien ist. Der Zahnnerv, vom Zahnarzt als Pulpa bezeichnet, wird vom Dentin umschlossen und versorgt den Zahn mit Blutgefäßen und Nerven. Karies bedingte Zahnschmerzen gehen von diesen Nerven aus.

Karies wird ausschließlich von Bakterien (den Mutans Streptokokken) verursacht, die die Zahnhartsubstanzen (Zahnschmelz und Dentin) schädigen. Diese Bakterien bilden einen Biofilm - die Zahnplaque auf der Oberfläche der Zähne. Durch die säurehaltigen Stoffwechselprodukte (Bakterien verwandeln den Zucker in der Nahrung zu Säuren) dieser Bakterien wird nun der Zahnschmelz angegriffen. Bei andauernder Einwirkzeit auf die Zahnhartsubstanzen entsteht Karies.

Durch die unterschiedliche Härte der Materialien (Schmelz und Dentin) schreitet die Karies im Schmelz recht langsam und im Dentin deutlich schneller voran, um bei entsprechender Größe letztendlich den Zahnnerv zu befallen.

Es ist daher wichtig, Karies so schnell wie möglich vom Zahnarzt entfernen zu lassen, um eine weitere Ausbreitung und Löcher in den Zähnen zu vermeiden und die Ansteckungsgefahr für andere Zähne zu reduzieren. Vergessen Sie nicht – Karies ist eine bakteriell verursachte Infektionskrankheit!

Jedoch entsteht nicht nach jeder Mahlzeit Karies. Dazu sind mehrere Faktoren verantwortlich:

  • Zeitdauer (über welche Zeit die bakterielle Plaque auf dem Zahn haftet)
  • Nahrung (zuckerhaltige Nahrung ist besonders gefährlich)
  • Bakterienbeläge (die Menge und Zusammensetzung der Beläge)

Karies wird nicht durch einen einzigen Risikofaktor verursacht, sondern ist eine multifaktorielle Erkrankung. Um Karies zu vermeiden, reicht es aus, einen einzigen dieser Faktoren zu beseitigen.

Bei der Zeitdauer ist es entscheidend, wie lange die Plaque auf dem Zahn anhaften kann und in welcher Häufigkeit der Zahn erneuten Angriffen ausgesetzt wird. In einer Studie wurde herausgefunden, dass der Zahn sich gegen einmalige Angriffe gut zur Wehr setzen kann.

Wird allerdings die Frequenz erhöht, reicht das Potential zur Regeneration nicht mehr aus. Das bedeutet: eine Tafel Schokolade auf einmal gegessen ist für den Zahn bei Weitem nicht so gefährlich, wie wenn die Tafel in 24 Stücke geteilt und alle 10 Minuten eins davon über einen Zeitraum von einigen Stunden verspeist wird. Dies gilt auch für alle Säureangriffe auf den Zahn.

NAhrungsmittel die Karies verursachen
Kaires - darauf sollte man verzichten

Welche Nahrungsmittel verursachen Karies?

Nahrung ist ein wichtiger Faktor, speziell wenn sie Kohlenhydrate (vor allem Zucker) enthält. Den größten Anteil an der Entstehung von Karies hat der normale Küchenzucker. Danach folgen Traubenzucker, Milchzucker und Fruchtzucker.

Zuckerreiche Nahrungsmittel sind zum Beispiel:

  • Müsli-Riegel, Cornflakes
  • Mehrkornbrot
  • Äpfel, Bananen
  • Obst- und Gemüsekonserven
  • Honig, Marmelade
  • Kekse
  • Fruchtgummi
  • Kuchen, Torten
  • Früchtejoghurt
  • Limonaden- und Cola-Getränke, Apfelsaft
  • Milchspeiseeis

Lebensmittel mit dem Zahnmännchen sind für Ihre Zähne auf jeden Fall eine gesunde und sichere Alternative. Nähere Informationen unter www.zahnmaennchen.de

Hier noch einige Ernährungstipps, die nicht nur Ihren Zähnen zu Gute kommen:

  • Küchenzucker weitestgehend vermeiden
  • Speziell Kinder nicht an „süßen“ Zucker gewöhnen
  • Süßigkeiten vermeiden (auf Häufigkeit achten)
  • Zucker mit den Hauptmahlzeiten verzehren
  • Zuckerhaltige Getränke vermeiden (wenn nur zu den Mahlzeiten)
  • Auf versteckten Zucker achten (siehe oben)
  • Täglich Rohkost und gemischte, nährstoff-, vitamin- und mineralreiche Kost
  • Kauaktive Nahrung bevorzugen (Vollkornbrot, Rohkost etc.)